Padovan-Therapie

Padovan-Therapie

Die Therapie-Methode wurde von der Waldorfpädagogin und Logopädin Beatriz Padovan in Brasilien entwickelt, welche dort schon seit vielen Jahren sehr große Erfolge erzielen konnte. Wissenschaftlich weitergeführt wird diese Therapieform durch ihre Tochter Dr. Sonia Padovan-Catenne, einer Neurochirurgin. Viele Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck-und Entwicklungsstörungen beruhen auf einer Schädigung oder unvollständigen Reifung des zentralen Nervensystems. Die Methode der neurofunktionellen Reorganisation nach Padovan versteht sich als ein ganzheitlicher interdisziplinärer Therapieansatz für Menschen jeden Alters. Die Padovan-Methode arbeitet mit festgelegten Abfolgen von Körperübungen. Die Reihenfolge der Übungen entspricht dem Ablauf des menschlichen Entwicklungs- und Fortbewegungsprozesses „Gehen“ – „Sprechen“ – „Denken“, die zeitlich, strukturell und rhythmisch in ihrer Reihenfolge genetisch festgelegt sind. Dabei ist keine Entwicklungsstufe ohne die vorhergehende erreichbar. Padovan hat das Anliegen Mängel und Versäumnisse im Reifungsprozess des zentralen Nervensystems, welche im Verlauf der Kindesentwicklung auftraten, auszugleichen. Das heißt, dass die noch unvollständigen oder qualitativ mangelhaften Fähigkeiten eines Menschen qualitativ verbessert oder funktionell wiedergewonnen werden. Das Gehirn bekommt sozusagen eine zweite Chance der Reorganisation (=Neuordnung). Dabei werden jedoch nicht einzelne Symptome therapiert, sondern der Mensch wird in seiner Gesamtpersönlichkeit angesprochen, damit der gesamte Organismus in die Lage versetzt wird, sein genetisches Material optimal zu nutzen.

 

Sanjo

Sanjo, die konduktive Körpertherapie, ist eine sanfte Methode zur Lösung von Muskelverspannungen. Der Grundgedanke von SANJO ist einfach: Kein Muskel bewegt sich ohne Anweisung des Gehirns. Wer daher Muskelverspannungen dauerhaft reduzieren will, tut gut daran dafür zu sorgen, dass der Muskel von der Zentrale aus angewiesen wird, weniger zu tun.   Dazu übernimmt bei SANJO der Therapeut die Arbeit des Muskels von außen. Durch ein sanftes Halten und Zusammenführen der Körpergewebe (Konduktion) werden diese entlastet. Gleichzeitig wird das Gehirn angeregt, selbst den Tonus der Muskeln sinnvoll nach unten zu regulieren. So entsteht die Entspannung von innen, direkt vom zentralen Nervensystem.

Sanjo ist geeignet für Personen jedes Alters. Es wird unter anderem erfolgreich angewendet bei:

  • Rückenschmerzen und Skoliosen
  • Hexenschuss und Ischiasbeschwerden
  • Schulterproblemen und Nackenschmerzen
  • Wirbelfehlstellungen und Schleudertrauma
  • Akuten und chronischen Muskelschmerzen
  • Beckenschiefstand und ISG-Blockierung
  • Gelenkschmerzen und Gelenkveränderungen
  • Traumata mit starken Muskelhartspann
  • Sportverletzungen und Verstauchungen
  • Arthrose mit starkem Muskelhartspann
  • Tinnitus und Schwindelgefühlen
  • Migräne und Spannungskopfschmerzen

(Quelle: Holger Michael David, Entwickler von Sanjo)

Und plötzlich war die Stimme weg

Und plötzlich war die Stimme weg

Die Stimme – wer macht sich schon Gedanken um seine Stimme?
Und nun kommt die ärztliche Diagnose Stimmstörung! Gehen sie zum Logopäden. Hm, ich hör mich doch wie immer an, mag da der eine oder andere denken. Die Wurzeln unseres Sprechens liegen in der Kindheit. Die Sprechweise und der Stimmklang unserer Eltern, unserer Umgebung und unserer Vorbilder prägen uns. Sicherlich sind Kehlkopf und Resonanzräume angeboren, aber die Art und Weise wie wir diese nutzen sind veränderbar.

Die Ursachen einer Stimmstörung sind vielfältig. Sie liegen z.B. in einer falsch eingesetzten Atmung, in einer zu hohen oder zu tiefen Sprechstimmlage,  in einer Überlastung durch die berufliche Tätigkeit, in der Nichtnutzung der Resonanzräume oder in einer verspannten Muskulatur des Hals-, Schulter- und Kieferbereiches. Aber auch seelische Ursachen wie Stress, Mobbing am Arbeitsplatz, familiäre Probleme … spielen immer häufiger eine Rolle, so dass einem im wahrsten Sinne des Wortes „das Wort (die Stimme) im Halse stecken bleibt“.

(mehr …)

Hilfe, mein Kind spricht nicht!

Hilfe, mein Kind spricht nicht!

Wenn das Kind im Alter von 2 Jahren erst wenige Worte beherrscht, sind viele Eltern besorgt. „Das ist normal, das wird schon“, bekommen sie von Bekannten und Freunden zu hören. In den meisten Fällen stimmt das, dennoch bleibt die Unruhe. Wann gibt die Sprachentwicklung denn nun Grund zur Sorge?

Mit etwa zwei Jahren sollte ein Kind mindestens 50 Wörter sprechen und Zweiwortkombinationen bilden können, wie etwa „Auto da“.  Erst mit dem Erreichen der 50-Wörter Grenze kommt es zum Wortschatzspurt. Unter dem Wortschatzspurt versteht man, dass das Kind pro Tag 10 neue Wörter lernt.

Sind sie unsicher, sollte der erste Ansprechpartner der Kinderarzt sein. Ursachen für dieses späte Sprechen können z.B. Hörprobleme, Autismus oder andere Störungen sein. Erst wenn keine anderen Störungen vorliegen, stellen Experten die Diagnose „Late-Talker“. Im Alter von 4-5 Jahren zeigen immerhin noch ca. 50% dieser Kinder Sprachauffälligkeiten, 16% sogar Sprachentwicklungsstörungen. Viele dieser Kinder haben ein erhöhtes Risiko eine Lese-Rechtschreibstörung oder Legasthenie zu entwickeln. Eine rechtzeitige, gezielte Förderung kann diese Defizit-Karriere in einigen Fällen verhindern.

Kinder mit einem erhöhten Risiko für eine Sprachentwicklungsstörung, sprechen nicht oder nur wenig und haben ein schlechtes Sprachverständnis. Außerdem ist häufig eine „familiäre Disposition“ zu beobachten (z.B. wenn auch bei den Eltern oder nahen Verwandten bereits eine Sprachentwicklungsstörung vorlag).

(mehr …)

Jedes 10. getestete Kind hat Defizite in der Sprache

Jedes 10. getestete Kind hat Defizite in der Sprache

Magdeburg:
Knapp ein dreiviertel Jahr nach den ersten Pflicht-Sprachtests für drei- bis vierjährige Kinder in Sachsen-Anhalt liegen jetzt die Ergebnisse vor. Danach benötigen von den 15416 getesteten Kindern etwa 9% der Mädchen (696 Kinder) und 12% der Jungen (956 Kinder) eine Sprachförderung, wie das Sozialministerium gestern in Magdeburg mitteilte. Durch das frühzeitige Erkennen von Defiziten im Sprechen besteht jetzt die Möglichkeit, die Kinder durch gezielte Förderung auf ihren Schuleintritt vorzubereiten. Seit Anfang 2010 besteht in Sachsen-Anhalt die Pflicht für jedes Kind in Sachsen-Anhalt im vorletzten Jahr vor der Einschulung einen Sprachtest zu absolvieren. Mit dem Test soll geprüft werden, ob die Sprachentwicklung des Kindes altersgemäß ist und es die deutsche Sprache hinreichend beherrscht. Auf einer Fachkonferenz erklärte Sozialminister Norbert Bischoff (SPD) gestern: “ Durch die Förderung wird verhindert, dass eine zu geringe Sprachkompetenz den Start in die Grundschule behindert und damit womöglich auch Weichen für die gesamte Bildungsbiografie und soziale Integration falsch gestellt werden.

(mehr …)