Und plötzlich war die Stimme weg

Und plötzlich war die Stimme weg

Die Stimme – wer macht sich schon Gedanken um seine Stimme?
Und nun kommt die ärztliche Diagnose Stimmstörung! Gehen sie zum Logopäden. Hm, ich hör mich doch wie immer an, mag da der eine oder andere denken. Die Wurzeln unseres Sprechens liegen in der Kindheit. Die Sprechweise und der Stimmklang unserer Eltern, unserer Umgebung und unserer Vorbilder prägen uns. Sicherlich sind Kehlkopf und Resonanzräume angeboren, aber die Art und Weise wie wir diese nutzen sind veränderbar.

Die Ursachen einer Stimmstörung sind vielfältig. Sie liegen z.B. in einer falsch eingesetzten Atmung, in einer zu hohen oder zu tiefen Sprechstimmlage,  in einer Überlastung durch die berufliche Tätigkeit, in der Nichtnutzung der Resonanzräume oder in einer verspannten Muskulatur des Hals-, Schulter- und Kieferbereiches. Aber auch seelische Ursachen wie Stress, Mobbing am Arbeitsplatz, familiäre Probleme … spielen immer häufiger eine Rolle, so dass einem im wahrsten Sinne des Wortes „das Wort (die Stimme) im Halse stecken bleibt“.

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Hilfe, mein Kind spricht nicht!

Hilfe, mein Kind spricht nicht!

Wenn das Kind im Alter von 2 Jahren erst wenige Worte beherrscht, sind viele Eltern besorgt. „Das ist normal, das wird schon“, bekommen sie von Bekannten und Freunden zu hören. In den meisten Fällen stimmt das, dennoch bleibt die Unruhe. Wann gibt die Sprachentwicklung denn nun Grund zur Sorge?

Mit etwa zwei Jahren sollte ein Kind mindestens 50 Wörter sprechen und Zweiwortkombinationen bilden können, wie etwa „Auto da“.  Erst mit dem Erreichen der 50-Wörter Grenze kommt es zum Wortschatzspurt. Unter dem Wortschatzspurt versteht man, dass das Kind pro Tag 10 neue Wörter lernt.

Sind sie unsicher, sollte der erste Ansprechpartner der Kinderarzt sein. Ursachen für dieses späte Sprechen können z.B. Hörprobleme, Autismus oder andere Störungen sein. Erst wenn keine anderen Störungen vorliegen, stellen Experten die Diagnose „Late-Talker“. Im Alter von 4-5 Jahren zeigen immerhin noch ca. 50% dieser Kinder Sprachauffälligkeiten, 16% sogar Sprachentwicklungsstörungen. Viele dieser Kinder haben ein erhöhtes Risiko eine Lese-Rechtschreibstörung oder Legasthenie zu entwickeln. Eine rechtzeitige, gezielte Förderung kann diese Defizit-Karriere in einigen Fällen verhindern.

Kinder mit einem erhöhten Risiko für eine Sprachentwicklungsstörung, sprechen nicht oder nur wenig und haben ein schlechtes Sprachverständnis. Außerdem ist häufig eine „familiäre Disposition“ zu beobachten (z.B. wenn auch bei den Eltern oder nahen Verwandten bereits eine Sprachentwicklungsstörung vorlag).

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